Quartiersbegehung Zoo Dittrich 27.10.2017

Fast 4 Millionen Menschen im Alter ab 60 Jahren haben in Deutschland ein Haustier.  Viele wissenschaftliche Studien belegen den positiven Einfluss von Tieren auf das Wohlbefinden von (älteren) Menschen. So wundert es auch nicht, dass  in vielen Wohneinrichtungen für Senioren immer häufiger Haustiere erlaubt sind, oder Tiere gar für die therapeutische Zwecke, etwa bei Demenz, eingesetzt werden (siehe Alexianer Krefeld – Hunde-Besuchsdienst). Auch im Caritas – Altenheim Hansahaus gab es bis vor kurzem noch einige Katzen auf den Stationen.

Unter fachkundiger Beratung von Frau Tanja Schäfer hat uns deshalb unsere Quartiersbegehung diesmal zu Zoo Dittrich geführt. Im  gemeinsamen Austausch, wurde viel über die positiven Wirkungen von Haustieren gesprochen. Viele der Kunden seien weit über 60 und kümmern sich um die unterschiedlichsten Tiere. Darüber hinaus unterhält Dittrich einige Aquarien in verschiedenen Einrichtungen, wie Altenheimen oder Krankenhäusern. Bei Bedarf werde sich auch um andere tierische Angelegenheiten bei den Kunden zu Hause gekümmert

Bei der Tierhalten durch Senioren sei immer auf die Pflegeintensität zu achten, aber auch Anschaffungspreise und Unterhaltskosten spielen eine wichtige Rolle. In der Runde war man sich überwiegend einig, dass vor allem Tiere in Frage kämen , die aktiv den Kontakt zu Menschen suchen und ein Fell haben sollten. Ein solches Tier könnte auch dazu verhelfen dem Alltag Struktur zu geben und außerhalb der Wohnung Beachtung durch andere Menschen zu erhalten. Einige Teilnehmerinnen sprachen sich auch klar gegen eine Tierhaltung aus, weil sie nicht wüssten, was mit dem Tier wird, wenn man sich nicht mehr darum kümmern könnte. Tatsächlich tauchte dieser Umstand im Quartier bereits auf. So wurde u.a. mehrfach darüber berichtet, dass sich Menschen nicht medizinisch versorgen lassen, weil diese ihre Haustiere nicht unterbringen konnten. Frau Schäfer riet in diesem Zusammenhang, frühzeitig vor der Anschaffung ein Netzwerk in der Nachbarschaft oder im Freundeskreis zu aufzubauen. Im Zuge unseres Projektes wäre vor diesem Hintergrund zu fragen, ob nicht gerade auch Haustiere beim Aufbau einer aktiven Nachbarschaft einen Beitrag leisten könnten.