Sonderöffnung von Saturn für Senioren aus dem Quartier.

Am vergangenen Mittwoch warteten etliche Senioren aus dem Hansaviertel am Personaleingang des Elektromarktes. Zu dieser Zeit ist es erst 9 Uhr morgens. Wenig später begrüßt Martina Bertschat die Geschäftsführerin des Marktes die Gäste mit dem gesamten Verkaufspersonal und den Azubis. Dazu wurden im Hifi – Studio des Marktes Stuhlreihen aufgestellt. Dann beginnt ein Vortrag über Smartphone und Seniorenhandy. Die morgendliche Veranstaltung wurde im Rahmen der altengerechten Quartiere beworben. Senioren aus der umliegenden Nachbarschaft sollten die Gelegenheit bekommen ohne großen Publikumsverkehr sich in aller Ruhe über Technik zu informieren. Neben den Kurzvorträgen bestand dann auch die Möglichkeit, die einzelnen Fachabteilungen aufzusuchen, sich umzuschauen oder konkrete Fragen und Probleme mit dem Verkaufspersonal zu klären. Dazu wurde auch die im Handel übliche Hintergrundmusik abgeschaltet, die eine Verständigung, gerade bei schwerhörigen Menschen, sehr erschwert. Die Fachverkäufer stellten sich auf die Senioren ein, vermieden Fachbegriffe und englische Ausdrücke. Der Film zum Vortrag wurde von den Azubis sogar selbst entwickelt.

„Die südliche Innenstadt als altengerechtes Quartier infrastrukturell zu stärken, bedeutet auch ein Schulterschluss mit dem Handel“ so Sandy Schilling der Quartiersentwickler im Projekt. Mit der Geschäftsführung von Saturn werde bereits seit längerem in einigen Netzwerken und Gremien zusammengearbeitet. Weitere Kooperationen bestehen mit dem Adler Modemarkt und Tabak Janßen, die einzelne Aktivitäten im Nachbarschaftstreff einLaden im Hansa Centrum unterstützen.

Das Beispiel Saturn macht deutlich wie vielfältig die Beiträge für ein selbstbestimmtes Leben im Alter sein können.  Die Unterschiedlichkeit der Akteure erhöht die Bandbreite quartiersbezogener Aktivitäten und stärkt den gesamten Sozialraum. Nach Auskunft der Sozialdienstleitung der Kursana Residenz Cornelia Schildmann, die an der Aktion beteiligt waren, hätten viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer deutlich ihre Hemmschwelle gegenüber der neuen Technik dank der gelungenen Vorträge und der anschließenden Einzelberatung abbauen können und dies an ihre Nachbarn und Mitbewohner im Anschluss weitergegeben. So denke man eine Fortsetzung oder gar Veranstaltungsreihe nach, dann eventuell noch in einem etwas größeren Radius.