Projektinformationen

Altengerechtes Quartier – Krefeld, südliche Innenstadt – ein gemeinsames Projekt der Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände und Stadt Krefeld

Seit Ende 2015 entwerfen die Wohlfahrtsverbände in Krefeld gemeinsam mit der Stadt ein kleinräumiges Stadtentwicklungskonzept – im Vordergrund steht die aktive und bevölkerungsnahe Gestaltung des demografischen Wandels.

Projektleitziel:
Selbstbestimmung und ein selbstwirksames Leben aller Menschen in der Mitte unserer Gesellschaft – generationengerecht und kultursensibel!

Um der wachsenden Zahl älterer Menschen ein selbstbestimmtes Leben in der vertrauten Umgebung zu ermöglichen, können die Kommunen in NRW seit 2015 ein dreijähriges Förderangebot (Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Partizipation und Alter) abrufen.

Projektgrundlage I: Masterplan altengerechte Quartiere.NRW
Die Grundlage des Projektes ist der „Masterplan altengerechte Quartiere.NRW“. Dieser Masterplan bezieht sich auf ein ausgewähltes Stadtgebiet und entwirft ein Strategie- und Handlungskonzept, das vor Ort durch einen Quartiersentwickler angeschoben wird. Nähere Informationen finden Sie unter folgenden link: AltengerechteQuartiere

Projektgrundlage II: Landesbüro altengerechte Quartiere.NRW

Das Landesbüro altengerechte Quartiere berät bei der Entwicklung von  Konzepten, Teilprojekten und nachhaltig demographiefesten Strukturen für altengerechte Quartiere in ganz NRW und Krefeld.  Ein Team von wissenschaftlichen Expertinnen und Experten sowie Menschen mit praktischen Projekterfahrungen in der Quartiers- und Organisationsentwicklung steht für diese Beratung zur Verfügung. Darüber hinaus werden die Quartiersentwickler und Quartiersentwicklerinnen durch eine landesweite Vernetzung, Fachforen und einer Vielzahl an Veranstaltung beim Aufbau von Quartiersstrukturen unterstützt.

Projektgrundlage III: die Situation im Quartier – Bevölkerungs- und Versorgungssituation vor Ort

Eine wesentliche Gemeinsamkeit aller Quartiersprojekte ist die vorherige Auswahl eines Projektgebietes mit fest umrissenen Grenzen. Die Begründung dieser Auswahl ist zugleich eine wesentliche Handlungsanleitung zu Beginn des Projektes. Weiter Informationen und Daten zum Quartier und seinen Teilbereichen finden Sie in der Kurzbeschreibung des Quartiers südliche Innenstadt.

Projektentwicklung: Gegenüberstellung der Gesamtheit an Angeboten und Strukturen mit den Bedürfnissen der Quartiersbewohnerinnen und Bewohner

  1. Innerhalb des Quartiers „südliche Innenstadt“, mit den städtischen Bezirken Vier Wälle und Südring (einschließlich Kronprinzenviertel), werden zunächst die Rahmenbedingungen für die konkreten Teilprojekte und Maßnahmen abgesteckt. Dabei ist zu fragen, was für ein gutes Leben im hohen Alter nötig und notwendig ist. Hier liegt das Gewicht auf Analysen und empirischer Forschung, die möglichst viele Menschen beteiligen.

Der Quartiersansatz beschreibt hierbei:

  • die Ebene, auf der soziale und demografische Herausforderungen sowie Probleme „sichtbar“ werden
  • den Ort, den Menschen zum Leben brauchen und als „Zuhause“ wollen
  • eine Handlungsebene, die für eine Vielzahl von Akteuren, Organisationen und Vereinen immer wichtiger wird

Der Quartiersansatz hat damit im Projekt einen besonderen Stellenwert bezüglich der Verbesserung der Lebenssituation und der Stabilisierung von Strukturen.

  1. Anschließend wird die Situation im Quartier (erhobene Bestandsdaten) den Bedürfnissen der (älteren) Menschen gegenüberstellen und deutlich gewordene Lücken durch Vernetzung, Angebotserweiterung und gezielte Maßnahmen geschlossen.

Die Projektentwicklung soll bewusst aus der Mitte der Bevölkerung geschehen. Als Experten für die eigene Lebenswelt und Lebensumwelt, können die Menschen aus dem Quartier durch eine aktive Auseinandersetzung mit dem Geschehen im Quartier, einen selbstwirksamen Beitrag für den Aufbau einer konstruktiven und lebendigen Nachbarschaft leisten. Vor diesem Hintergrund bietet das Projekt vor allem Möglichkeiten, die Entwicklung vor der Haustüre mit professioneller Unterstützung in die eigene Hand zu nehmen. Gleichzeitig gilt es die Infrastruktur und Versorgung, neue Wohn- und Mobilitätsformen sowie (vor-)pflegerische Betreuungsangebote gemäß der steigenden Nachfrage anzupassen.